Wie nachhaltig ist ein Fertighaus?

Holz als nachwachsender Rohstoff – Wie nachhaltig ist ein Fertighaus wirklich?
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und einer der ältesten Werkstoffe der Welt.
Er sorgt, verbaut in einem Fertighaus, nicht nur für ein angenehmes Klima sondern ist auch noch umweltfreundlich. Das ist längst nicht alles. Durch die perfekte Dämmung ist der Energieverbrauch so gering, dass er fast nicht mehr wahrgenommen wird. Auch das schont die Umwelt.

Es reicht jedoch nicht aus, nur den messbaren Energieverbrauch der Bewohner unter Vergleich zu stellen. Um eine ehrliche Antwort zu erhalten, muss der gesamte Lebenszyklus eines Fertighauses betrachtet werden. Und der beginnt im Wald. Dort wächst nämlich das Fichtenholz, aus welchem die Bauelemente gefertigt werden. Der Wald ist die Lunge der Erde und produziert Sauerstoff. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere. Deshalb ist es unerlässlich, diesen ständig aufzuforsten. Es wird also nicht ein komplettes Waldstück abgeholzt und dann wieder neu bepflanzt, sondern die Bäume, die Größe und Alter erreicht haben, werden gefällt und im gleichen Zug die Neubepflanzung vorgenommen. Das ist ein fortwährender, ineinandergreifender Prozess, der garantiert, dass der Wald seinen Bestand behält und seinen Funktionen gerecht wird.

Damit der Wald wächst, braucht es dazu noch Sonne und Regen. Beides erhalten wir von Mutter Natur kostenlos und ohne Einsatz von zusätzlich erzeugter Energie. Holz entsteht also ganz natürlich und fast von allein. Das ist beispielsweise bei Ziegeln ganz anders. Sie müssen unter einem enormen Einsatz von Energie bei hohen Temperaturen gebrannt werden. Das entfällt beim Fertighaus aus Holz völlig. Das bisschen Strom, das zur Weiterverarbeitung des Holzes benötigt wird, fällt kaum ins Gewicht.
Wenn die Bauteile vorgefertigt das Werk verlassen, benötigen wir Treibstoff, damit die Bauteile per Lkw ihren Bestimmungsort erreichen. Das gilt jedoch für alle Materialien oder Güter, bis sie beim Verbraucher angelangt sind. Das gibt zwar keinen Bonuspunkt in Sachen Umweltfreundlichkeit, ist derzeit jedoch nicht anders möglich. Um die Belastung so gering wie möglich zu halten, werden Mehrfachfahrten vermieden. Während seiner Lebensdauer ist das Fertighaus das Vorbild aller Gebäude was die Energieeffizienz anbelangt. Mit einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert es sogar noch mehr Energie, als es selbst verbrauchen kann. Das kann sich wirklich sehen lassen.

Und sollte ein Fertighaus irgendwann einmal wieder abgerissen werden, so ist auch das recht umweltschonend möglich. Die Baustoffe werden alle sorgfältig voneinander getrennt und recycled. Das Holz, der größte Anteil der zu entsorgenden Materialien wird verbrannt. Während der Wachstumsphase im Wald wurde jedoch bereits so viel Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt, dass der nun freiwerdende Anteil davon als neutral bezeichnet werden kann. Ein Fertighaus ist sozusagen CO2 neutral.

Es ist also wichtig, die Entstehung eines Hauses gesamtheitlich zu betrachten und nicht nur auf den eigenen Umgang mit Energie zu beschränken. Besser mal nachfragen und sich informieren. Trotzdem ist natürlich auch unser persönliches achtsames Verhalten beim Heizen und Lüften gefragt. Schön, wenn man dann ein Haus hat, das mitmacht.

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