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5. Regionaler Holzbautag zeigt Bedeutung und Möglichkeiten der Branche

Welche Chancen und Potenziale bietet Bauen mit Holz im privaten aber auch im gewerblichen und öffentlichen Baubereich? Dies war zentrales Thema des 5. regionalen Holzbautages, zu dem die Partner der Holzkompetenz3 – die Landkreise Heidenheim, Ostalbkreis und Schwäbisch Hall sowie die WiRO mbH – am 27. Oktober ins Bauinnovationszentrum K8 einluden.

Was man alles mit Holz als Baustoff machen kann und wie die Zukunft für den mehrgeschossigen Objekt- und Wohnungsbau aussieht, zeigte Geschäftsführer Josef Haas beim Rundgang durch das K8 und das angegliederte Musterhaus. Bei seinem Vortrag kam er auf die Knackpunkte des Holzbaus zu sprechen. Einer der für ihn wichtigsten ist, dass sowohl in der Planung als auch der Nutzung und Wartung eines Hauses die Effizienz in den Mittelpunkt gerückt wird. So reduziert sich beim Holzbau durch die industrialisierte Vorfertigung die Dauer des Bauprozesses um ca. 40 %, wodurch eine lange finanzielle Doppelbelastung in der Übergangsphase vom alten in das neue Zuhause wegfällt. Ebenso wird beim Holzbau durch die hoch gedämmte Außenhülle das Heizen praktisch zur Nebensache. Damit stört es auch nicht, so Haas, dass seit 2008 bedingt durch die Energie-wende und Fukushima die Energiekosten um 36 % gestiegen sind. Schaue man am Ende auf die Gesamtrechnung und nutze KfW-Förderung und Tilgungszuschuss, dann reduziere sich der Baupreis erheblich, weil sich anfängliche Mehrkosten rasch amortisierten. „Der Holzbau hat sich damit vom Preisprodukt zum Leistungsprodukt entwickelt. Durch seine enormen Effizienzpotenziale und die Fördermöglichkeiten ist er absolut wirtschaftlich, wobei Nachhaltigkeit und Ökologie willkommene Nebeneffekte sind. Deshalb müssen auch die Architekten den Holzbau in ihren Köpfen verankern“, ließ Haas wissen.