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Fachtagung Holzbau setzt auf Ausnahmeprojekte

KAMPA Geschäftsführer Josef Haas begeisterte mit viel Verve und erfrischend einfach klingenden Statements die Fachtagungsteilnehmer für das serielle Bauen mit Holz.

 

 

Auszug aus dem Artikel "Fachtagung Holzbau setzt auf Ausnahmeprojekte"
Magazin: Holz-Zentralblatt – Nummer 1

Verschiedene Projektbeteiligte derselben Bauvorhaben geben umfangreiche Einblicke in ihre Planungsarbeit

Zur „Fachtagung Holzbau Baden-Württemberg“ am 29. und 30. November kamen rund 350 Besucher in das Veranstaltungszentrum Hospitalhof in Stuttgart, darunter Architekten, Ingenieure, kommunale Verantwortungsträger und Studenten. Die Referenten gewährten weitreichende Einblicke in Entwurf, Planung und Ausführung ihrer Holzbau-Projekte und boten damit vielseitige Anregungen. Bei der mittlerweile 38. Fachtagung der Reihe wurden dieses Mal drei fünfgeschossige Studentenappartmenthäuser in Modulbauweise in Heidelberg vorgestellt, der außergewöhnliche Ingenieur-Holzbau des „Weltpatentamts“ in Genf, Schweiz, das achtgeschossige Büround Ausstellungsgebäude „K 8“ von Kampa in Aalen-Waldhausen und der Anbau der Europäischen Schule in Frankfurt, ebenfalls ein Modulbau. Aufgrund des großen Zuspruchs soll die Veranstaltung nach dem Willen der Veranstalter fortgeführt werden.

Josef Haas, Geschäftsführer der Kampa GmbH aus Aalen, begeisterte mit viel Verve und  erfrischend einfach klingenden Statements die Fachtagungsteilnehmer für das serielle Bauen mit Holz. Winter wie Haas machten am Projekt deutlich, dass sich die Vorteile der Holzbauweise wie optimaler Vorfertigungsgrad und kurze Bauzeiten – sprich die Qualität des industrialisierten Bauens und dessen Leistungsfähigkeit – nicht nur ökologisch, sondern auch in jeder Hinsicht wirtschaftlich nutzen lassen. „Unter Anwendung dieses Baukastens lässt sich der Entwurfs- und Planungsprozess um bis zu 50 % verkürzen“, resümierte Kampa-Geschäftsführer Haas seine Erfahrungen.

Vor dem Hintergrund der Preisentwicklungen am Energiemarkt sieht Haas außerdem in der Energieeffizienz eine wesentliche Größe für die Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit eines Gebäudes. Energieeffizienzmaßnahmen müssten sich immer zuerst auf die Gebäudehülle richten, ehe man in die Gebäudetechnik investiere, so sein Rat. Ziel müsse sein, die Heizlasten so weit wie möglich zu reduzieren und passive Wärmegewinne optimal zu nutzen, um den noch verbleibenden Heizbedarf mit möglichst wenig und möglichst einfacher Heiztechnik zu decken. So lasse sich der Heizbedarf gegenüber vergleichbaren konventionellen Konstruktionen um etwa 60% reduzieren. Kombiniert mit effizienter Lüftungs- und Heizungstechnik senkten sie den jährlichen Energiebedarf des K 8 auf unter 5 000 kWh.

Wie sich all diese Ersparnisse im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen kostenmäßig niederschlagen, rechnete der engagierte Unternehmer am Flipchart vor. Unter Anrechnung staatlicher Förderungen und der mitunter daran gekoppelten Zinsvorteile und Tilgungszuschüsse kam Haas auf beträchtliche Kostenvorteile für seine Bauweise. Seine Frage an das Publikum lautete daher auch immer wieder: „Und wo steht das in ihrem Angebot?“, weshalb er sich dafür aussprach, von Leistungsbeschreibungen auf funktionale Ausschreibungen umzustellen.


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fileadmin/user_upload/News/Nachbericht_Fachtagung_Holzbau-Stgt_2016-HZ-05-01-2017.pdf