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Skispringer Andi Wank baut mit KAMPA

Das Fertighaus von Andi Wank wurde gestellt ...

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet:

Skispringen
Umzug zur Unzeit
06.11.2013 23:22 Uhr | Aktualisiert 06.11.2013 23:25 Uhr

VON RONNY BANAS
Andreas Wanks Saisonziel ist die Teilnahme an den olympischen Spielen in Sotschi. Der Skispringer, der in Halle geboren wurde, arbeitet derzeit an mehreren "Baustellen".

BREITNAU/HALLE (SAALE)/MZ.
Im Grunde hat Andreas Wank überhaupt keine Zeit. Bei dem Arbeitspensum der letzten Wochen kann der Mann gar keine Zeit haben. Der Skispringer, der in Halle geboren und in Domnitz im Saalekreis aufgewachsen ist, hat dieser Tage einfach fast schon zu viel um die Ohren. „Es wird langsam stressig“, sagt er und lässt sich – obwohl eigentlich mit anderem beschäftigt – doch auf einen kleinen Plausch mit der MZ ein.

Wank beackert derzeit gleich mehrere Baustellen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Neben der stressigen Vorbereitung auf die olympische Saison muss der 25-Jährige auch noch zu Hause anpacken. Denn Wank baut gerade mit seiner Freundin zusammen ein Haus im beschaulichen Schwarzwald. „Wir haben uns schon im vergangenen Winter dazu entschlossen“, erklärt er. Im Spätsommer ging es los. Der Keller ist schon mal fertig. Ende dieses Monats soll dann der Rohbau stehen, zu Beginn des nächsten Jahres wollen sie einziehen.

Irgendwie gleicht so ein Hausbau ein Stück weit sogar der Vorbereitung auf eine Saison. Erst gießt man das Fundament, auf dem alles steht. Stück für Stück wächst dann alles – und ganz am Schluss kommt der Feinschliff, der Innenausbau.

Beim sportlichen Fundament hat Andreas Wank in dieser Saison allerdings völlig neue Wege beschritten. „Ich habe meine Methoden geändert und bin mit dem Ergebnis total zufrieden und überzeugt von meiner Entscheidung“, sagt er. Dabei ist die neu ausgetüftelte Vorbereitung auf die ersten Springen Ende November kein Hexenwerk. Lediglich am Ablauf habe sich etwas geändert. „Bislang sind wir Ende Oktober immer noch einmal Richtung Süden gefahren. In die Sonne, um dort an der Athletik zu arbeiten.“ Nicht so in diesem Herbst. Da sei der Ausflug ins Warme ausgefallen, stattdessen habe man am Absprung gefeilt. „Ich war im letzten Jahr nicht zufrieden und habe mich fast bis zur Vierschanzentournee schwergetan, in Tritt zu kommen.“ Jetzt fühle sich alles wesentlich besser an. Es seien die Kleinigkeiten, die jetzt noch kommen müssen. Der Feinschliff. Dann werde alles schon klappen.

Muss es auch, wenn Wank sein großes Ziel erreichen will: die Olympischen Spiele in Sotschi, seine zweiten. „Sportlich fühle ich mich gerüstet. Ich will die beste Saison meines Lebens springen und möglichst früh die Norm für Olympia erfüllen.

Sollte aber sportlich alles bestens laufen, droht dem zweiten Wank’schen Großprojekt in diesem Jahr ein Problem. Denn der Umzug ins neue Haus ist ebenfalls für Februar geplant. Für genau die Zeit also, in der der neue Besitzer in Sotschi sein will.

Steht der Umzug auf der Kippe? Wank lacht: „Nein, es ist alles geregelt. Meine Familie und Freunde werden das dann organisieren. Ich habe ihnen schon Pläne gegeben, wo was hingestellt werden soll.“ Eine Lücke sollten sie aber mindestens noch frei lassen. Die nämlich, in der eine mögliche Olympiamedaille Platz finden würde.

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